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Veranstaltung vom 3. November 2025

The French duty of vigilance law: reconciling human rights and firm profitability?

Das Kompetenzzentrum Menschenrechte der Universität Zürich lädt zu folgender Veranstaltung ein:

Schaden neue Gesetze zur Sorgfaltspflicht gegenüber Zulieferern der Wirtschaft, wie Wirtschaftskreise zuweilen behaupten? Zwei Forschende der Universitäten Zürich und Glasgow haben Firmendaten von über 11'000 französischen Unternehmen auf diese Frage hin untersucht - mit bemerkenswerten Resultaten.

Internationale NGOs fordern von den Unternehmen, ihre Lieferketten in Bezug auf die Menschenrechte und Umweltstandards zu überprüfen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Zulieferbetriebe keine Kinder- oder Zwangsarbeit dulden, keine Umweltsünden begehen oder es mit der Sicherheit ihrer Mitarbeitenden nicht so genau nehmen. 2013 etwa starben über tausend Menschen beim Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, die für europäische Modefirmen wie Mango, C&A, Primark oder KIK produzierte.

Als Reaktion auf solche Missstände in Produktionsstätten haben europäische Länder wie Frankreich oder Deutschland die unternehmerische Sorgfaltspflicht bei Lieferketten rechtlich geregelt. Die EU verabschiedete im Jahr 2024 eine Richtlinie dazu. In der Schweiz gilt seit 2022 eine Verordnung über Sorgfaltspflichten und Transparenz in Bezug auf Mineralien und Metalle aus Konfliktgebieten sowie auf Kinderarbeit.

Obwohl sie grundlegende Menschenrechte und Umweltstandards schützen sollen, stehen diese Gesetze zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht in der Kritik. Aus Wirtschaftskreisen wird häufig bemängelt, dass sie mit übermässiger Bürokratie und hohen Kosten verbunden seien. Doch schaden sie tatsächlich den Unternehmen? Dieser Frage sind Christoph Steinert, Postdoc an der Universität Zürich und Bernhard Reinsberg von der Universität Glasgow nachgegangen.

Dr. Christoph Steinert stellt die bemerkenswerten Resultate seiner Studie vor.

Wann: Montag, 3. November 2025, 18.40 Uhr 

Wo: Universität Zürich, Rämistrasse 74, 8001 Zürich - Raum RAI-F-041 (Stock F)

Eintritt frei. Veranstaltungssprache: Deutsch.

Mehr zu Dr. Steinert und der Studie finden Sie hier.

Weiterführende Informationen

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